Aktuell

Kundenfrage - Früh Pensionierung

29.08.2018

Frage: Ich bin 50-jährig und als Maschinenbauingenieur angestellt. Mit 60 Jahren möchte ich mich frühpensionieren lassen. Was muss ich alles vorkehren?

Antwort: Es ist wichtig, dass Sie sich bereits jetzt damit auseinandersetzen. Eine Frühpensionierung bedeutet immer, gewisse Einbussen beim Renteneinkommen aus der AHV und der beruflichen Vorsorge in Kauf zu nehmen. Damit Sie diese ganz oder teilweise ausgleichen können, müssen Sie rechtzeitig planen. Ermitteln Sie zuerst Ihren finanziellen Bedarf zum Zeitpunkt der Pensionierung, um die Finanzierungslücke zu ermitteln. Für ihren Ausgleich bieten sich verschiedene Möglichkeiten an. So können Sie sich bis zur maximalen Höhe der reglementarischen Leistungen in die berufliche Vorsorge einkaufen. Oder Sie können eine private Rente abschliessen. Diese ist zwar weniger hoch als eine BVG-Rente, dafür aber flexibler und individuell anpassbar. Steuerlich wird sie zu 40% des Wertes erfasst.  

Lücke frühzeitig schliessen

Schliesslich können Sie auf dem Weg über eine private Kapitalversicherung oder auf einem anderen Weg ein privates Kapital ansparen. Dies hilft Ihnen die ersten Jahre bis zum Erreichen des ordentlichen Rücktrittsalters zu überbrücken. Wir empfehlen uns für eine unverbindliche Beratung.

 

 

Säule 3a – was passiert bei vorzeitiger Pensionier

08.08.2018

Frage: Ich wurde in diesem Jahr vorzeitig pensioniert und erhalte eine Übergangsrente. Was passiert mit meinem Säule 3a Konto und darf ich bis zum AHV-Alter weiter den jährlich zugelassenen Maximalbeitrag einzahlen?

Antwort: Bis zum regulären Pensionsalter müssen in jedem Fall die AHV-Beiträge entrichtet werden, auch wenn AHV-Leistungen mit einer entsprechenden Kürzung vorbezogen werden. Die Höhe der AHV-Beiträge ist abhängig vom aktuellen Renteneinkommen und vom Vermögen. Anders verhält es sich bei der gebundenen Vorsorge (Säule 3a): Unabdingbare Voraussetzung für die einkommenssteuerliche Abzugsfähigkeit der jährlichen Beiträge an die Säule 3a ist, dass ein AHV-pflichtiges Einkommen erzielt wird. Für das Jahr, in welchem die Erwerbstätigkeit beendet wird, darf der maximale Beitrag abgezogen werden. Anschliessend kann die Säule 3a nicht weiter finanziert werden.

 

 

Gibt es einen Lohn nach dem Tod?

06.08.2018

Frage: Mein Mann ist überraschend gestorben. Nun bin ich mit unseren drei Kindern allein. Stimmt es, dass ich von seinem Arbeitgeber noch für eine bestimmte Zeit Lohn zugut habe?

Antwort: Zwar endet der Lohnanspruch grundsätzlich mit dem Tod des Arbeitnehmers. Hinterlässt der Arbeitnehmer aber einen Ehepartner, einen eingetragenen artner, minderjährige Kinder oder andere Personen, die er finanziell unterstützen musste (zum Beispiel volljährige Kinder in Ausbildung), so muss der Arbeitgeber den Lohn noch für eine bestimmte Zeit weiterzahlen.
Im Detail: Vom ersten bis fünften Dienstjahr gibt es noch Lohn für einen Monat. Ab dem sechsten Dienstjahr wird er zwei Monate lang überwiesen - jeweils ab dem Todestag gerechnet.

 

 

Kundenfrage - Gekündigte Stelle - UVG ?

12.06.2018

Frage: Ich arbeite Vollzeit in einem Betrieb. Nun wurde mir auf Ende Jahr gekündigt. Was bedeutet dies hinsichtlich der Unfallversicherung? Ich hörte, es gebe eine so genannte Abredeversicherung. Was ist das?

Für Arbeitnehmer mit einem Wochenpensum von mehr als acht Stunden endet die Deckung durch die obligatorische Unfallversicherung gemäss Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) am 30. Tag nach dem Tag, an dem ihr Anspruch auf mindestens den halben Lohn aufhört. Dies ist normalerweise der letzte Arbeitstag. Sie sind also ab Ende Jahr noch während 30 Tagen durch den bisherigen Arbeitgeber unfallversichert. Wenn Sie in dieser Zeit keine neue Stelle antreten können, sollten Sie sich sofort bei der Arbeitslosenkasse melden, um eine Versicherungslücke bei einem Unfall zu vermeiden. Als Arbeitsloser sind Sie nämlich automatisch bei der SUVA gegen Unfälle versichert. Andernfalls müssten Sie für den rechtzeitigen (Wieder-)Einschluss des Unfallrisikos bei den Krankenkassenleistungen besorgt sein.          

Abredeversicherung bei Erwerbsunterbruch

Falls Sie jedoch vorsehen, Ihre Erwerbstätigkeit nach der Entlassung für einige Zeit zu unterbrechen, sollten Sie den Abschluss einer sogenannten Abredeversicherung bei einer privaten Versicherungsgesellschaft in Betracht ziehen. Eine solche Versicherung bietet Ihnen eine gute und erst noch günstige Deckung der entstehenden Lücke in der Unfallversicherung bis sechs Monate nach der Entlassung. Nehmen Sie diesbezüglich mit uns Kontakt auf oder suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Versicherungsberater.

 

 

Freizügigkeitskonto bei den Steuern deklarieren?

11.06.2018

Frage: Muss ich Guthaben auf dem Freizügigkeitskonto bei den Steuern deklarieren?

Antwort: Nein. Sie müssen das Frei­zügigkeitskonto in der Steuer­erklärung nicht deklarieren. Dies ist erst beim Bezug des Geldes nötig und danach, wenn das Kapital zum Beispiel auf einem normalen Sparkonto liegt. Auch die Zinserträge auf Freizügigkeitsguthaben sind bis zum Bezug ­steuerfrei.

Zudem dürfen Sie Kapital auf dem Freizügigkeitskonto bis Alter 70 (Männer) bzw. 69 (Frauen) liegen lassen. Das im Gegensatz zu Konten der dritten Säule auch dann, wenn Sie nicht mehr erwerbs­tätig sind. So profitieren Sie weiterhin vom steuerfreien Kapitalwachstum.

 

 

Schutz durch Lebensversicherung – auch fürs Kleingewerbe?

02.04.2018

Frage: Ich besitze ein Elektrogeschäft und möchte meine Frau im Todesfall absichern und die Altersvorsorge aufbauen. Sind Lebensversicherungen dazu geeignet? Was ist, wenn mein Geschäft in finanzielle Schwierigkeiten gerät?

Antwort: Sie haben die Möglichkeit, eine kapitalbildende Versicherung im Rahmen der gebundenen Vorsorge gemäss Säule 3a abzuschliessen. Dabei können Sie bis zu 20 Prozent Ihres AHV-pflichtigen Einkommens (gegenwärtig maximal 33 408 Franken pro Jahr) in die Versicherung investieren und den Prämienbetrag vom steuerbaren Einkommen abziehen. Dieser Versicherungsschutz bleibt Ihnen auch im schlimmsten Fall eines Konkurses Ihres Elektrogeschäfts voll erhalten. Die gebundene Vorsorge unterliegt aber Einschränkungen betreffend der Vertragsgestaltung, insbesondere im Hinblick auf den Rückkauf, die Begünstigung oder die Verpfändung.

Lebensversicherungen bieten Schutz für die Familie

Wenn Sie freier über die Versicherung verfügen möchten, können Sie eine Lebensversicherung im Rahmen der freien Vorsorge abschliessen. Auch in diesem Fall ist die Versicherung im Falle eines Konkurses Ihres Elektrogeschäfts geschützt, sofern ihre Ehefrau oder Ihre Kinder als Begünstigte eingesetzt worden sind. Die Prämien sind hier jedoch nur sehr beschränkt steuerlich absetzbar.

 

 

Können wir die Festhypothek vor Vertragsende bei einer ander

20.02.2018

Frage: Wir haben bei der Basler Kantonalbank eine achtjährige Festhypothek abgeschlossen. Sie läuft im September 2014 ab. Wir möchten schon jetzt woanders zu einem günstigen Zinssatz erneut eine langjährige Festhypothek abschliessen. Geht das? 

 

Antwort: Ja. Rund ein Jahr vor dem Ende der Laufzeit der Hypothek können Sie in der Regel die neue Hypothek bzw. deren Zins fixieren. Die neue Bank wird einen Zinsaufschlag verlangen, wenn Sie den Zins im Voraus fixieren möchten (Termin-Hypothek). Planen Sie genügend Zeit ein für das Einholen von Konkurrenzofferten und schauen Sie im Vertrag, ob bei der Basler Kantonalbank allfällige Kündigungsfristen bestehen. Prüfen Sie auch, ob die Bank Gebühren für die Kredit­ablösung und die Auslieferung des Schuldbriefes verlangt. Allenfalls können Sie mit dem neuen Kreditgeber aushandeln, dass er solche Gebühren übernimmt. Falls Sie von steigenden Zinsen ausgehen, ist eine Termin-Hypothek eine gute Möglichkeit, die aktuell noch sehr tiefen Zinsen für langjährige Festhypotheken nun zu fixieren.

 

 

Teure Schmuckuhr – wie kann ich sie am besten versichern?

07.02.2018

Frage: Ich habe meiner Frau eine wertvolle Schmuckuhr geschenkt. Genügt der Versicherungsschutz unserer Hausratversicherung oder muss ich die teure Uhr speziell versichern lassen?

Antwort: In der traditionellen Hausratversicherung sind üblicherweise die Sachen des privaten Gebrauchs gegen Feuer-, Diebstahl- und Wasserschäden versichert. Wenn die Schmuckuhr Ihrer Frau jedoch verloren geht oder durch einen Stoss beschädigt wird, so besteht über die herkömmlich Hausratversicherung kein Versicherungsschutz. Zudem sind verschiedene Summenbeschränkungen der Hausratversicherung zu beachten; vor allem in der Diebstahldeckung gibt es in der Regel Summenbegrenzungen für Wertsachen. Wenn bei einem Einbruchdiebstahl sehr teure Schmucksachen gestohlen werden, kann die Summenbegrenzung zu einer Deckungslücke führen. Auch bei einem "einfachen Diebstahl auswärts" besteht dieses Problem, da hier häufig eher bescheidene Versicherungssummen vorgesehen sind.            

Bedarfsgerechter Schutz durch die Wertsachenversicherung

Die Schweizer Versicherer bieten eigens für Wert- und Schmucksachen konzipierte Versicherungsprodukte an. Sowohl der Deckungsumfang als auch die Versicherungssummen entsprechen dem erhöhten Schutzbedürfnis für Schmuck und andere wertvolle Objekte. Ich rate Ihnen, die neue Schmuckuhr Ihrer Frau - allenfalls zusammen mit anderen bereits vorhandenen teuren Schmucksachen - durch eine auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Wertsachenversicherung abzusichern. Dabei könnte es sinnvoll sein, die Versicherungssumme mit einer Teuerungsreserve zu versehen; eine Entschädigung durch die Versicherung sollte ja auch dann die Wiederbeschaffung ermöglichen, wenn die Preise für Schmuck und Uhren zwischen dem Abschluss der Police und einem Schadenfall angestiegen sind.   

 

 

Tierversicherung - ein gutes Gefühl

15.01.2018

Wer Hunde und/oder Katzen hält, der muss auch eines wissen: Schnell können hohe Kosten auf einen zukommen, wenn sich der pelzige Liebling verletzt oder wenn er krank wird. Wer Bedenken hat, ob er wirklich das Geld für größere Tierarztrechnungen aufbringen kann oder ganz einfach für den Ernstfall bestmöglich vorsorgen möchte, für den bietet es sich an, einmal über das Thema Tierkrankenversicherung genauer nachzudenken. Viele Tierfreunde haben ganz einfach ein gutes, sicheres Gefühl, wenn sie wissen, dass sie für den Ernstfall optimal vorgesorgt haben. Ob für Hund oder Katze, wir haben für Sie ein Angebote parat und informieren Sie gerne über die Leistungen die von den betreffenden Versicherungsgesellschaft auch tatsächlich übernommen werden.

 

 

Kundenfrage - Welche UVG Versicherung zahlt?

11.12.2017

Unfallfolgen aus früherem Job - welche UVG-Versicherung zahlt?

Frage: Vor einem halben Jahr hatte ich einen Skiunfall. Zur Knochenfixierung wurde eine Platte eingesetzt, die nun entfernt werden muss. Vor drei Monaten wechselte ich den Arbeitgeber. Welche Unfallversicherung bezahlt jetzt?

Antwort: Als Angestellter sind Sie gemäss Unfallversicherungsgesetz (UVG) obligatorisch gegen Unfälle versichert. Das UVG sieht vor, dass für Rückfälle und Spätfolgen der ursprüngliche Versicherer einzutreten hat. Im Ihrem Fall wird also der UVG-Versicherer des Arbeitgebers, bei dem Sie zum Zeitpunkt des Unfalles beschäftigt waren, für die Heilungskosten des Rückfalls oder der Spätfolgen aufkommen. Die Entfernung einer nach einem Unfall zur Knochenfixierung eingesetzten Platte wird als Rückfall behandelt.          

Heutiger Lohn für Taggelder massgebend

Neben den Heilungskosten für die Entfernung der zur Knochenfixierung eingesetzten Platte fallen während der Zeit, in der Sie wegen der Operation arbeitsunfähig sind, möglicherweise auch Taggelder an. Auch hier gilt der Grundsatz, dass der ursprüngliche UVG-Versicherer darauf einzutreten hat. Dabei wird aber nicht auf den im Unfallzeitpunkt erzielten Lohn beim früheren Arbeitgeber abgestellt, sondern massgebend für die Taggeldhöhe ist der unmittelbar vor dem Rückfall bezogene Lohn beim heutigen Arbeitgeber.        

 

 

Unterversichert – ist der Versicherungsberater schuld?

22.03.2017

Frage: Wir sind nicht sicher, ob unser Hausrat und unser Geschäftsinventar im Falle eines Schadens richtig versichert sind. Übernimmt unser Versicherungsberater die Verantwortung bei einer allfälligen Unterversicherung?

Antwort: Der Versicherungsberater kennt die verschiedenen Versicherungsprodukte und weiss auch, welche Versicherungslösungen im konkreten Fall in Frage kommen. Vielleicht kann er seinen Kunden aufgrund seiner Erfahrungen sogar gewisse Anhaltspunkte liefern, wie hoch der Wert der zu versichernden Sachen etwa sein dürfte. Die Verantwortung für die Wertrichtigkeit der Versicherungssumme trägt aber der Kunde, der auch entscheiden kann, ob er einen sehr umfassenden Versicherungsschutz wählen oder einen Teil des Risikos ganz oder teilweise selber tragen will. Ein lückenloser Versicherungsschutz wird grundsätzlich nur dann erreicht, wenn die vereinbarte Versicherungssumme dem Neuwert aller versicherten Gegenstände entspricht. Ein Beispiel: wird ein Hausrat im Wert von 60’000 Franken nur mit 30’000 Franken deklariert, so würden in der Regel auch Einzelschäden entsprechend entschädigt (ein Fernseher mit einem Neuwert von 1'000 Franken wäre also nur zu 500 Franken versichert).

Der Kunde bestimmt die Versicherungswerte

Der Versicherungsberater berät Privatpersonen und Firmenkunden aus allen möglichen Bereichen in Finanz- und Versicherungsfragen nach bestem Wissen und Gewissen. Zudem stellen die Versicherungsgesellschaften hilfreiche Inventarformulare zur Verfügung, die dem Kunden eine Zusammenstellung der Versicherungswerte erleichtern. Die Verantwortung für die korrekte Bewertung der zu versichernden Sachen (Vollständigkeit und Richtigkeit der eingesetzten Versicherungswerte) kann der Versicherungsberater dem Kunden aber nicht abnehmen. Wie könnte er auch die Wiederbeschaffungspreise verschiedenster Produktionsanlagen, den Marktwert von Tieren, den Handelswert von Kunst, die Wiederaufbaukosten von Gebäuden oder den Neupreis von Kleidern, Möbeln und Schmuck während des kurzen Beratungsgesprächs einfach so aus dem Ärmel schütteln? Der Kunde hat auch nach Unterzeichnung des Antragsformulars noch die Möglichkeit zur Berichtigung von Versicherungssummen: wenn er die Police erhält, kann er umgehend eine sich allenfalls nachträglich aufdrängende Anpassung der Werte verlangen.

 

 

Falsche Angabe im Lebensversicherungsantrag – was passiert?

08.02.2017

Frage: Beim Abschluss einer Lebensversicherung verschwieg ich eine Krankheit, unter der ich seit längerem leide. Ein Freund sagte mir, sonst würde die Prämie zu hoch. Was ist, wenn ich an dieser Krankheit sterbe?

Antwort: Es ist nicht immer gut, den (falschen) Ratschlag eines Freundes zu befolgen. Ihr Lebensversicherer liess Sie bei der Antragstellung für die Lebensversicherung verschiedene Fragen beantworten – darunter auch zu Ihrer Gesundheit –, die für seine Beurteilung des Antrages relevant waren. Von Ihren Antworten hingen Art, Höhe und Dauer Ihrer Versicherungsdeckung und die entsprechende Prämie ab. Gemäss Versicherungsvertragsgesetz (VVG) sind Sie verpflichtet, die Fragen des Versicherers schriftlich richtig zu beantworten, soweit Ihnen die entsprechenden Fakten im Zeitpunkt der Antragsstellung bekannt waren oder bekannt sein mussten. Erheblich sind dabei jene Gefahrentatsachen, die den Entschluss des Versicherers beeinflussten, den Vertrag überhaupt oder zu den vereinbarten Bedingungen abzuschliessen.

 

 

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