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Geldanlage in bewegten Zeiten

05.05.2016

Umgang mit Verlusten
Haben Sie auch schon mal vor der Entscheidung gestanden, ob Sie Ihre Verluste realisieren oder lieber aussitzen sollen? In diese Entscheidung sollten mehrere Faktoren mit einbezogen werden. Einerseits ist die zukünftige Markteinschätzung von Bedeutung. Rechnen Sie eher mit wieder steigenden Kursen oder mit weiter schwachen Märkten?

Wie kann ich meine Verluste begrenzen?
Verluste entstehen, weil man einen Markt oder einen Titel falsch eingeschätzt hat. Dies kann auch durch externe Faktoren geschehen wie uns der September 2001 gezeigt hat. Zur Verlustbegrenzung gibt es zwei Strategien:

Die Stopp-Loss-Strategie
Stopp-Loss-Strategie dient der Kapitalabsicherung. Die Kurse Ihrer Aktien werden nach unten abgesichert. Fällt der Kurs unter das von Ihnen bestimmte Limit (z.B. 10% unter den Kaufpreis) wird die Aktie ohne weitere Rückfrage verkauft und der Verlust somit auf die von Ihnen bestimmte Grenze beschränkt. Bei volatilen Werten mit breiten Tagesschwankungen kann es allerdings passieren, dass Ihr Titel ausgestoppt wird und der Kurs der Aktie danach wieder steigt. Deswegen sollte der Stoppkurs in Einklang mit der natürlichen Schwankungsbreite der jeweiligen Aktie gebracht werden.

Handeln nach dem Prinzip Hoffnung
Entschließen Sie sich zum Halten einer Verlustposition, sollten Sie berücksichtigen, dass die Aktie von Ihrem nun reduzierten Wert prozentual wesentlich stärker steigen muss, als sie gefallen war, um den Einstandspreis wieder zu erreichen.

Zur Verdeutlichung ein kleines Zahlenspiel: Bei einem Verlust von 50% muss die Aktie schon um 100% steigen um wieder ihr altes Niveau zu erreichen. Hat man noch spekulative Werte im Depot die 75% gefallen sind, sollte man schon sehr optimistisch sein, da die Aktie 300% steigen müßte um wieder bei dem Einstiegsniveau zu sein. Gemäß dem Prinzip Hoffnung blockieren Sie Ihre Liquidität und Ihr Depot mit den Verlusttiteln auf Jahre. Also besser in den sauren Apfel beißen und Verluste realisieren!

Was zählt ist das Gesamtergebnis Ihres Portfolios. Deshalb ist es wichtig, eine Kaufentscheidung auch mal zu überdenken und Verluste zu realisieren, damit Kapital für bessere Investitionen oder bessere Zeiten zur Verfügung steht.

Diversifikation Ihres Portfolio
Die Beste Methode zur Verlustbegrenzung ist immer noch eine breite Diversifikation des Portfolios. Setzen Sie nicht alles auf eine Karte, sondern streuen Sie die Risiken auf mehrere Märkte und Werte. Je nach Risikoneigung sollte auch der Anteil spekulativer Elemente durch entsprechend konservative Anlagen ausgeglichen werden.

 

 

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